Der Phantastikpreis

Der Österreichische Phantastikpreis ist ein Jurypreis, der seit 2025 jährlich die besten fantastischen Romane österreichischer Schriftsteller:innen für das vorherige Kalenderjahr prämiert.

Eingereicht werden können Romane aus allen fantastischen Literaturrichtungen. Das reicht von Science Fiction, Fantasy und Horror bis hin zu allem, was dazwischen liegt. Gemeinsam soll diesen Romanen sein, dass sie Geschichten erzählen, die über die Wiedergabe des strikt Realen hinausgehen und mehr oder minder ausgeprägte übernatürliche, unerklärliche, wunderbare oder unheimliche Elemente und Begebenheiten enthalten.

Kuratiert wird der Preis von Erik R. Andara, ausgerichtet und gestiftet wird er von der Fantasy-Schmiede und verliehen wurde er das erste Mal auf der Fantasy-Con 2025, die am 12. und 13. April 2025 in Wien stattgefunden hat.

Der nächste Preis wird auf der Fantasy-Con 2026 verliehen, die am 25. und 26. April in Wien stattfindet.

Die Fantastik war seit jeher die umfassendste aller Literaturgattungen, die, in deren Narrativen alles möglich und jeder Ort und jeder Traum zu erreichen war. Die Fantastik unterhält die Menschen, kann aber auch Vorlagen dazu bieten, was es bedeutet, über sich selbst und die uns umgebende Welt hinauszuwachsen und nach dem Undenkbaren und Unerklärlichen zu streben. Die Fantastik gibt sich nicht mit der einen, uns bekannten Welt zufrieden. Sie stellt stets die Frage danach, was wäre, wenn es jenseits unseres Alltags und Vorstellungshorizonts mehr gäbe. Die Fantastik ist eine diverse, eine umfassende und eine kosmopolitische und damit und in ihrer besten Form eine zukunftsweisende Literaturgattung.

Die geltenden Teilnahmebedingungen für den Österreichischen Phantastikpreis können hier nachgelesen werden: Einreichkriterien.

Der Österreichische Phantastikpreis wurde eingerichtet, um die heimische fantastische Literatur als Sparte zu stärken, die in den Ehrungen und Auszeichnungen des allgemeinen Literaturbetriebs oft übersehen wird.

Dieser Preis sieht sich als Mittel, der Österreichischen Fantastik und ihren Vertreter:innen zu mehr Sichtbarkeit zu verhelfen und die entstandenen Werke ihrer Wichtigkeit gebührend auszuzeichnen.

Shortlist

Stephy Köchl -Drachendrama

© Juliana Fabula Grafikdesign

Du weißt alles über Drachen, weil du so viele Bücher über sie gelesen hast.
Das Problem: Der Drache hat die Bücher nicht gelesen.
Grummelstein ist ein beschaulicher Ort im Poltergebirge – oder wenigstens war es das, bis ein Drache aufgetaucht ist. Um ihn wieder loszuwerden, suchen die Grummelsteiner per Stellenanzeige nach einem Ritter. Und tatsächlich liest ein solcher ihre Anzeige: Harti. Einfach nur Harti. Denn einen Adelstitel besitzt er ebenso wenig wie ein Pferd oder die für Ritter übliche blonde Haarpracht.
Bewaffnet mit seinem Verstand und zu viel Wissen über zu viele Dinge, macht sich Harti auf nach Grummelstein. Um den Drachen zu bezwingen, das Dorf zu retten und endlich ein berühmter Ritter zu werden.
Wird es Harti gelingen, den Drachen zu besiegen? Oder siegt dieses Mal der Drache?
Leseprobe

„Sympathisch- liebevolle und humorvolle High Fantasy mit österreichischem Anstrich.  Die Autorin spielt gekonnt mit Klischees und findet dabei Möglichkeiten, die Geschichte – jenseits vielleicht mitgebrachter Leseerwartungen –  ohne jegliche Form von Unfreundlichkeiten oder Handgreiflichkeiten zu lösen. Melodische Satzgestaltung und die passende Atmosphäre werden hierbei zur Cosy Fantasy vom Feinsten.“ -Jury-

Juliet May (mit Vinachia Burke) — Synaptic Shadows – Moonbow

© Kilian Wycisk

Was bleibt, wenn dein einziger Freund all eure gemeinsamen Träume in Stücke reißt?
Tech-begabt zu sein, erfüllt Alexym mit Stolz. Nicht nur, weil er der Gesellschaft damit helfen kann. Sondern auch, weil dieses Talent die einzige Chance auf ein gutes Leben für ihn und seine Familie ist. Mit dem Start an Seouls renommierter Highschool für Begabte schwört er sich, seinen Wert für das System unter Beweis zu stellen.
Jin hingegen will nicht glänzen, sondern ausbrechen.
Seine Fähigkeit empfindet er als Bürde und das hört auch mit seiner Flucht an die Highschool nicht auf. Statt vom System ausgenutzt zu werden, sehnt er sich nach Freiheit. Daher gibt er nichts auf Regeln in dieser Welt, die ihm als Ausnahmetalent eigentlich zu Füßen liegen sollte.
Trotz aller Unterschiede, hält die beiden ein Ziel zusammen: gemeinsam die Welt zu verändern. Bleibt nur ein kleines Problem – sie haben sich diese Idee in den Kopf gesetzt, ohne den allmächtigen Trelomi-Konzern um Erlaubnis zu fragen …
Leseprobe

„Shadowrun trifft auf Hallyu in dieser Geschichte über zwei junge Tech-Begabte. Besonders beeindruckend ist dabei der Bau einer Welt in nicht allzu ferner Zukunft, die schwungvoll geschrieben zu einem Roman für Leser:innen jeden Alters wird.  In SYNAPTIC SHADOWS werden aber auch wichtige Themen unserer Zeit, wie Konzernherrschaft, Datenschutz und entfesselte KI hinterfragt.“ -Jury-

Wolfgang Rauh — Ignael

© Mario Heyer

Rebeccas Mann ist Schriftsteller. „Woher hast du deine Ideen?“, fragt sie ihn eines Abends. „Das könnte ich dir zeigen“, sagt er. „Aber ich fürchte dort wird’s dir nicht gefallen.“
Was wie ein Scherz klingt, ist der Auftakt zu einer Reise, die sie nicht nur an die Grenzen ihrer psychischen Belastbarkeit führt, sondern auch an einen Ort, dessen Existenz schwer zu akzeptieren und doch nicht zu leugnen ist. Farblose Klippen, mitten in einer Welt aus verzerrten Erinnerungen und zweifelhaften Wahrheiten, in der alles bekannt und doch fremd wirkt. Sie flieht vor einem Mörder, der in den Schriften ihres Mannes geheime Botschaften zu entdecken glaubte.
Als David ihr Verschwinden entdeckt weiß er, dass es nur einen Ort geben kann, an dem sie ist. Und dass dort Dinge leben, deren Gier nie gestillt werden kann …
Leseprobe

„In IGNAEL treffen große Ideen  auf den Mut, sie konsequent zu Ende zu denken.  Was als stephen-king-esker  Roman in beinahe schon klassischen Bahnen beginnt, entwickelt sich im Laufe der Geschichte zu einem großen Gedankenexperiment über Affekt und Kreativität.  Eine Scheinwelt in literarischer Sprache und schönen Bildern verzweigt sich zu einer beklemmenden Geschichte, die gekonnt mit den Erwartungen der Leser:innen spielt.“ -Jury-

Daisy Swan — Das Nachtkasterl

© Daisy Swan

„Vergiss mich. Meine Verehrer haben eine erstaunlich hohe Todesrate.“

Wien, 1898. Das Kaiserreich ist erschüttert vom tragischen Mord an der geliebten Kaiserin Elisabeth, doch in Wien wird immer noch Walzer getanzt.

Mine Straubinger kennt Trauer und Verzweiflung, doch auch sie muss sich den Zwängen der Gesellschaft fügen.
Ferdinand Schauersberg will eigentlich nur beruflich vorankommen, bis er in Mines dunkle Welt gerät, ihr schreckliches Geheimnis entdeckt – und sie dennoch liebt.
Doch gibt es in der Welt der Reichen und Schönen einen Platz für die beiden?
Kann die Liebe alles besiegen – selbst gesellschaftlichen Druck und teuflische Dämonen?
Daisy Swan, die einst ihre Bachelorarbeit über den Tod der Kaiserin schrieb, erzählt eine romantisch-schauerliche Geschichte aus dem Fin de Siècle – ein Tanz am Abgrund, zwischen k.u.k.-Prunk und drohendem Untergang, am Vorabend eines neuen Jahrhunderts.

Content Note: Enthält Themen sexueller Gewalt: Leseprobe

„In DAS NACHTKASTERL findet sich weibliche Subjektwerdung und die Widersprüche der Lust während der österreichischen Spätmonarchie wieder, verpackt in eine Horrorgeschichte über verbotene Liebe, Wünsche und Tentakelmonster. Sprachlich und konzeptuell herausragend erzählt die Autorin über das Unterbewusste an der Kippe vom feudalen zum bürgerlichen Gesellschaftsentwurf.“ -Jury-

Katherina Ushachov — PRISM

© Covergrafiken: Lemonsoup14, Robert Kneschke | Adobe Stock, Gestaltung durch den Verlag

Realität vs. virtuelles Leben.
Queeres Glück trifft menschenfeindliche Arbeitswelt.
Und Moral trifft auf einen eiskalten Konzern.
PRISM ist sowohl ein virtuelles Konstrukt als auch Arbeitsplatz von Penelope, Sofie und Kader. Gemeinsam schreibt das Polykül an dem Code, der Ermittlungen auf Basis der Erinnerungen Verstorbener möglich macht. Was klingt wie eine wesentliche Verbesserung der Welt, gleitet rasch ab in eine düstere Zukunftsvision.
Wer gewinnt, wenn die Idylle einer gefundenen Familie und die Unbarmherzigkeit des Systems aufeinandertreffen?
Leseprobe

„Sprachlich versierte Dystopie, die sich als Krimi getarnt und mit frischem, eigenständigen Stil gängigen Moralvorstellungen widmet und in Frage stellt.  Die Sprache, die Charaktere und deren Identitäten bilden dabei eine bunte und überzeugende Geschichte über Zusammenhalt, Liebe und die Suche danach, was Familie bedeutet. PRSIM ist ein  spannender, ungewöhnlicher Thriller über Farben, Alltagssorgen und Hoffnung.“ -Jury-

Dank der großzügigen Unterstützung unseres Sponsors Morawa dürfen sich auch die Zweit- bis Fünftplatzierten des Österreichischen Phantastikpreises über tolle Prämien freuen. Jeder dieser Plätze wird mit einem Büchergutschein im Wert von 50 Euro ausgezeichnet.

Kurator

Erik R. Andara

© Heidi Breuer

Erik R. Andara ist obsessiver Leser, Bücherhorter, beinahe Dramatiker und Medienwissenschaftler, halber Literaturtheoretiker und seit 25 Jahren freischaffender Künstler. Für den Österreichischen Phantastikpreis hat er den Impuls gegeben und begleitet ihn jetzt kuratierend.

Jury

Nathalie Burkowski

© Nathalie Burkowski

Nathalie Burkowski hat Deutsche Literatur studiert. Sie ist Teil des Teams der Villa Fantastica und Mitorganisatorin der jährlichen Lesung Linkes Wort. Darüber hinaus schreibt Burkowski selbst und hat bisher in Literaturzeitschriften veröffentlicht.

Insta

Ruth Anne Byrne

© Jan Lederer Fotografie

Ruth Anne Byrne hat fast jeden Kontinent betreten und alle Weltmeere betaucht. Zuerst war sie Meeresbiologin und arbeitete mit Oktopussen und karibischen Riff-Kalmaren, dann unterrichtete sie Ökologie und Evolution an einer amerikanischen Uni. Später baute sie in der medizinischen Forschung 3D-Kulturen aus humanen Zellen. Nun wohnhaft in Wien, geht nicht nur sie gerne auf Wanderschaft, sondern auch ihre Gedanken, die in Form von Büchern für Kinder, Jugendliche und junggebliebene Leser:innen bei diversen Verlagen veröffentlicht werden.

https://ruthannebyrne.at/

Georg Honold

© Georg Honold

Georg ist gelernter Buchhändler, dreifacher Vater, Literatur- Musik- und Lebensconnoisseur. Seit zwei Jahren ist er als Bibliotheksleiter verantwortlich für die unendlichen Weiten der Villa Fantastica und damit nach langer Suche endlich in Utopia gelandet.

Svenja Knisel

© Svenja Knisel

Svenja Knisel ist Autorin, bildende Künstlerin und Grafik-Designerin. Ihr Debütroman „dissecting a topia“ gewann den 1. Österreichischen Phantastikpreis.

Insta
http://dissecting-a-topia.at

Benedict Thill

© Benedict Thill

Benedict Thill lebt und arbeitet in Wien. Er ist bekennender Literatur-, Comic- und Filmconnoisseur und schreibt selbst Theaterstücke und Romane, oft (aber nicht ausschließlich) für ein jugendliches Publikum.

https://kaiserverlag.at/autor/benedict-thill/

Longlist

Tina Ariam, Der Gemahl des Chaosprinzen Leseprobe

Vinachia Burke & Juliet May, Synaptic Shadows – Moonbow Leseprobe

Stefan Cernohuby, The Deniables: Gestohlene Vergangenheit Leseprobe

Nicole Doyle, Veidinia und das Kreuz in der Walnuss Leseprobe

C.S. Ellmer, Refugium im Abys Leseprobe

Manuela Elser, City of Storm and Thunder Leseprobe

Rudolf A. Feichtinger, Nordlande Leseprobe

Monika Grasl, Die Chronik der Dämonenfürsten – Teil 7: Das Buch von Leben und Tod Leseprobe

Marlene von Hagen, PERRY RHODAN NEO 362: Pflicht und Verrat Leseprobe

Michaela Hammerl, Elentore – Der Ruf der anderen Welt Leseprobe

Roland Hebesberger, Arche Nova – P.I.K.E. Leseprobe

Michael Hirtzy, Aleyna Leseprobe

Christina Jung, SALANA – Die Suche nach dem vergessenen Zauber Leseprobe

Stephy Köchl, Drachendrama Leseprobe

Devi Letalis, How to Slay a Demon Lord and get away with it Leseprobe

Karen J. Luis, Crown and Empire – Feuersturm Leseprobe

Jacqueline Mayerhofer, Perry Rhodan NEO 358: Schwarzmarkt Terra Leseprobe

Jürgen Pettinger, AUTOCHTHON Leseprobe

Robert Preis, Die Büchermagier II – Die geheime Pforte Leseprobe

Wolfgang Rauh, Ignael Leseprobe

Andreas Röger, Strahlende Stadt I Leseprobe

Daisy Swan, Das Nachtkasterl – Das schauerliche Geheimnis der Wilhelmine Straubinger Leseprobe

Wolfgang Teufl, Die schwarze Saat – Dunkles Erwachen Leseprobe

Katherina Ushachov, PRISM Leseprobe

M.Valetta, Magier der Titanen 1 Leseprobe

Melanie Vogltanz und Jenny Wood, Totenlied Leseprobe

Daniel Weber, Des Schreibers Katze. Phillipsdorf – Bezirk des Wahnsinns: Raphael Kurzhaus Band 2 Leseprobe

Marion Wiesler, Die Schattenseherin Band 1 Leseprobe

Philip Matthias Winter, was nicht hält und was nicht trennt Leseprobe

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